Der Zettel

Wie Günther Röhm beim Laubfegen Gott erlebte

„Es war an einem Samstag im Herbst. Am frühen Morgen hatte ich bereits meinen Dienst in der Bäckerei auf St. Chrischona. Im Rahmen des Konzepts Opens external link in new window„Studium und Arbeit“ hatte ich nach dem Backen die Backstube zu reinigen und somit mein zugeteiltes „Reinigungsrevier“. Da meine Arbeitszeit schon früh begonnen hatte, war ich nach dem Samstagsunterricht in der Regel mit meinen Reinigungsaufgaben fertig. Ich hatte geplant, direkt nach dem Unterricht weg zu fahren. Doch es kam anders.

Im Kampf gegen den Herbstwind

Plötzlich lese ich auf dem Reinigungsplan unter der Spalte „Hof“ meinen Namen. Aufgrund des vielen Laubs braucht es zusätzliche Brüder, um den Hof zu kehren. Missmutig gehe ich an die Arbeit. Der Wind weht das Laub immer wieder auf die gekehrten Flächen. Das trägt nicht zu meiner Freude bei. Unvermittelt fliegt ein kleiner Zettel mit dem Laub über den Hof. Immer wieder kehre ich ihn zum Laub, aber der Wind scheint es auf den Zettel abgesehen zu haben. Immer wieder fliegt er mir vor die Füsse. Entnervt nehme ich ihn in die Hand und will ihn in den Papierkorb stecken. Da sehe ich, dass der Zettel eigentlich ein kleines Kärtchen ist. Und ich lese, was drauf steht: „Dienet dem Herrn mit Freuden“ (Opens external link in new windowPsalm 100,2)“

Günther Röhm studierte von 1983 bis 1987 am Opens external link in new windowTheologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Seit mehr als 25 Jahren steht er als Prediger im Gemeindedienst. 

www.chrischona-geschichten.org

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Student des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) beim Laubfegen im Herbst
Die Nähe zum Chrischona-Wald beschert dem Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) auch jede Menge Laub, das die Studenten fegen.